Archive for the 'Audio Branding' Category

 

The Hamburg Manifesto against Gentrification

Oct 30, 2009 in Anthropology of Sound, Audio Branding, Aural Architecture, Link, Popular Culture, Sound Studies, Web


Ein diskussionswürdiges Manifest, das sich ganz entschieden gegen die Denkweise und kulturelle Praxis des Stadt-Marketing wendet, die in den 2000er Jahren sich ausbreiteten:


Eine Stadt ist keine Marke. Eine Stadt ist auch kein Unternehmen. Eine Stadt ist ein Gemeinwesen.

Wir stellen die soziale Frage, die in den Städten heute auch eine Frage von Territorialkämpfen ist. Es geht darum, Orte zu erobern und zu verteidigen, die das Leben in dieser Stadt auch für die lebenswert machen, die nicht zur Zielgruppe der >Wachsenden Stadt< gehören.

Wir nehmen uns das Recht auf Stadt – mit all den Bewohnerinnen und Bewohnern Hamburgs, die sich weigern, Standortfaktor zu sein.


Deutet sich hier eine Trendumkehr für die 2010er Jahre an?

Auch hin zu mehr sozialen und geminschaftlichen Aufgabe eines Urban Sound Planning?

Mehr: Not In Our Name, Marke Hamburg!


Live-Interview mit Frauke Schmidt zum Sound Design der UdK Modenschau | RBB Kulturradio | 30. Juni - 9.10 Uhr

Jun 29, 2009 in Allgemein, Audio Branding, Event, Exhibition, Miscellaneous, Popular Culture, Sound & Vision, Sound Studies, Web

Live-Interview mit Frauke Schmidt zum Sound Design der UdK Modenschau | RBB Kulturradio | 30. Juni - 9.10 Uhr

Wie klingen Wolpertinger? Und wie vertont man eine Mode-Kollektion, die sich an diesem ein bayerisches Fabelwesen orientiert? Die Sound Designerin Frauke Schmidt und der Sound Studies-Studierenden Tamer Özgönenc gehören zum Team, dass für die UdK-Modenschau 2009 das Sound Design entwicklet hat.

Sie stehen im RBB Kulturradio am Dienstag, den 30. Juni um 9.10 Uhr Rede und Antwort – Klangbeispiele inklusive.

Zu sehen und zu hören gibt es die „schau 09“ auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin am 1. Juli 2009 ab 22:00 Uhr.

Zum Kulturradio-Livestream: http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

Peter Androschs Akustisches Manifest

Apr 30, 2009 in Anthropology of Sound, Audio Branding, Aural Architecture, Functional Sounds, Popular Culture

Es ist Zeit abzurechnen.

Huch? Welch Macho-Ton! Ich lese trotzdem weiter:

Und der Ort der Abrechnung ist hier.

Aha!?

Hier, auf dem Titelblatt von “Le Figaro”, wo vor 100 Jahren, am 20. Februar 1909, die Anbetung des Lärms, die Aufforderung zur Misshandlung unserer Körper, die Anleitung zur ewig währenden Folter durch Schall ihren Ausgang nahmen. Hier, wo sich Filippo Tommaso Marinetti mit dem Futuristischen Manifest über sich selbst erhob und in unglaublicher Hybris die Geißeln der grenzenlosen Maschinisierung, Motorisierung und Mobilität und mit ihr die Geißel der grenzenlosen Schallentwicklung und mit ihr den kollektiven Missbrauch unserer Körper verherrlichte und damit alles befeuerte, was unseren Vorfahren Unheil und Tod brachte und uns und unsere Kinder bis heute quält:
Lärm!
Lärm!
Lärm!

Am 20. Februar 2009 las ich diese Zeilen des sogenannten Akustische Manifestes erstmals in einer ganzseitigen Anzeige der FAZ.

Anfangs schien mir: Vielleicht ein anregender Ansatz? Vielleicht ein Weg, tatsächlich eine Aufmerksamkeit, eine Hörmerksamkeit, eine Hörsamkeit mit breiter Resonanz anzuregen, zumindest im deutschsprachigen, womöglich aber gar im ganzen europäischen Raum?

Die Aussagen dieses Manifestes benannten im Kern durchaus etwas Richtiges, vor allem die elf numerierten Paragraphen:

4. Parallele Wände, uniforme Materialien und Oberflächen erhöhen die Belastung des Gehörs und verringern Sprachverständlichkeit und Hörsamkeit. Kinder quälen sich in den Schulen, niedergedrückt von der Gewalttätigkeit der Klassenräume.

11. Wir wollen Bauten und Städte mit einem ausgewogenen Raumklang, mit einem reichen Frequenzspektrum. Wir brauchen Räume, in denen wir uns ins Gespräch vertiefen und konzentriert arbeiten und denken können.

Unerträglich aber war und ist der unglaublich altbackene, bauhausisch-anthroposophoide Oberlehrer-, Besserwisser-, Grantler- und Volkstribunen-Ton:

Neues Bauen heißt Hören!

Befreit den Menschen aus der Sklaverei kapitalistischer Bewegungsideologie!

Kinder wollen hören lernen, um sich und die Welt zu entdecken. Gründet eine neue Schule!

Ruhezeiten und Ruheräume müssen ein Menschenrecht sein!

Schluss damit!

Wir wollen keine durchvibrierten, hyperaktiven kleinen Monster als Kinder!

Weg damit! Wir sind Menschen, keine Zielgruppe.

Furchtbar. Seither las ich dann immer mehr von der Hörstadt Linz; aus Anlass der Europäischen Kulturhauptstadt Linz anno 2009 wurde ich geradezu zugespammt davon.

Was der Komponist Peter Androsch hier also höchst mutig und stolz, im Einzelnen sogar durchaus völlig korrekt und angemessen als Bedürfnisse formuliert hat, wird leider geschwächt durch den Ton.

Der Autor nutzt den Manierismus und Manifestismus der Avantgarden des XX. Jahrhunderts: Er stellt sich im übertragenen Sinne direkt vor mich, führt ein Megaphon an seinen Mund und brüllt mich an mit den Worten: »Weniger Lärm!!!«

Ich möchte einem Museum des Hörens, auch einer akustischen Stadtplanung in Linz allen Erfolg wünschen. Einer Predigt von höchster Kanzel herab kann ich mich aber kaum anschließen. Sie missachtet die Vielfalt ihrer Hörerinnen und Hörer.

VI. Symposion Sound Studies: Aural City | Die hörsame Stadt

Apr 27, 2009 in Anthropology of Sound, Audio Branding, Aural Architecture, Functional Sounds, Sound Studies, Symposion


VI. Symposion Sound Studies:

Aural City | Die hörsame Stadt
HEARINGS 2009

VI. Symposion Sound Studies: Aural City | Die hörsame Stadt




Samstag 9. Mai 2009 | 14 - 20 Uhr

Ort: Aula im UdK Medienhaus
Grunewaldstr. 2-5
10820 Berlin-Schöneberg


Programm:

14 Uhr
Prof. Dr. Holger Schulze
(Sound Studies - Akustische Kommunikation, Universität der Künste Berlin):
Die hörsame Stadt.
Eine Einführung

14.30 Uhr
Prof. Dr. Stephen Barras
(Faculty of Design and Creative Practice, University of Canberra):
Fear and Greed, Boom and Crash.
A method for Designing Sonifications

16.30 Uhr
Prof. Dr. Thomas Düllo
(Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, Universität der Künste Berlin):
Urban Life Under Construction.
Urban Sound Branding zwischen Baustelle, Zwischennutzung und Partizipation

18.30 Uhr
Prof. Alex Arteaga
(Forschungsgruppe Auditive Architektur, Universität der Künste Berlin):
Auditive Architektur.
Erforschung und Gestaltung der Klangumwelt Ernst-Reuter-Platz




Aural City 2009

Mar 20, 2009 in Audio Branding, Aural Architecture, Functional Sounds, Research, Sound Studies

Sound Branding, Functional Sounds und Urban Sound Planning sind die Themen, die Aural City auch in diesem Jahr zur kostenlosen, EU-geförderten Weiterbildung anbietet. In zweiteiligen Workshops diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit renommierten Referenten aus Wissenschaft, Gestaltung, Architektur und Kunst Aspekte der Akustischen Markenkommunikation, Funktionale Klänge und Stadt(Klang)Planung. Ziel ist es, in den Workshops Ansätze für eigene klangorientierte Projekte im Unternehmen zu entwickeln.

Termine der Workshops: 24./25. April und 7./8. Mai 2009
Ort: Universität der Künste Berlin, Sound Studies, Lietzenburger Straße 45, 10789 Berlin-Wilmersdorf

Mehr Infos: www.auralcity.de

Bewerbungsschluss - 6. April 2009 Die Bewerbung erfolgt über das Online-Formular auf der Website mit einer Kurzvorstellung des Unternehmens und der Skizzierung eines aktuellen Projekts oder einer Projektidee aus dem Arbeitsalltag.

Ansprechpartner: Stefan Tenner

UPDATE: Aural City’s twittering!

Symphonische Grüße vom System

Dec 18, 2008 in Audio Branding, Functional Sounds, Link, Popular Culture, Technology, Web



(via der stets großartigen Glaserei des großen Peter Glaser)


The Aural City Hearings

Oct 28, 2008 in Anthropology of Sound, Audio Branding, Functional Sounds, Lecture, Research, Sound Studies, Symposion


Wie klingt Ihre Stadt?

Einen Tag lang setzen sich Forscher, Gestalter und Studierende mit dieser Frage auseinander.

Aktuelle Ansätze der hörbaren Gestaltung der Stadt – zwischen Stadtsoziologie, Mediengestaltung, Quartiersmanagement und Sinnesanthropologie – werden vorgestellt und diskutiert.

Ausgewählte und herausragende Projekte werden zur Debatte gestellt, die die Stadt in einer Weise hörbar gestalten, die zukunftsträchtig erscheint.

Gäste: Justin Winkler, Michael Bull, Adrian North, Eoin Brazil u.a.m.


Programm: The Aural City, Deutsches Architektur Zentrum Berlin, Samstag 1. November 2008, 10 bis 19.30.

Volume 1 der Sound Studies Serie wird um 15 Uhr präsentiert!


EDIT: Die Hearings werden ab 10 Uhr live gestreamt und anschließend als Download zur Verfügung stehen!

Streamadresse (ab 1.11., 10 Uhr): http://85.14.219.30:8100/auralcity (oder hier klick!)

Download-Archiv: http://hearings.auralcity.de


SoundDesign auf VOX

May 29, 2008 in Audio Branding, Functional Sounds, Link

The german TV-station VOX reported (in a show called Wissenshunger (>Hungry for Knowledge<) on sound design and Sound Studies - including the wise words of my highly appreciated colleague Carl-Frank Westermann.