Archive for the 'Personal' Category

 

Is there conceptual music…

Nov 11, 2009 in Anthropology of Sound, Essay, Personal, Sonic Fictions, Sound Art, Sound Studies

…as there is concept art?


Or did the new avantgarde genres of happening and performance art in the 1960es already absorb all the conceptual qualities and energy of the musical score?

Are performance scripts the only way of musical conceptualism an art history could think of?


The all-knowing Trash Heap seems to approve.

Or is this conceptual music; or this?


Everybody’s got to Learn Sometime

May 29, 2009 in Personal, Popular Culture, Sound & Vision, Web

Verfeinerungen und Subtilitäten in drei Jahrzehnten Pop.


2009 The Field:


1995 Baby D:


1980 The Korgis:

My last week in sound

May 11, 2009 in Miscellaneous, Personal, Sound Studies

Sunday:

Listened almost all day long to the new and long awaited (finally leaked) single by Burial: Moth.

*

Monday:

Finally found my copies of the second volume of the Sound Studies-book series (in german) in my letterbox:

Georg Spehr (Hg.), Funktionale Klänge. Hörbare Daten, klingende Geräte und gestaltete Hörerfahrungen, transcript Verlag Bielefeld 2009 (Sound Studies Serie Volume 2; 316 pages).

*

Tuesday:

Realized how silent the world seems to have turned – since it got a bit colder the last days…

*

Wednesday:

Marveld, enjoyed, hummed and jumped at the concert of the Yeah Yeah Yeahs in Berlin, Columbiahalle.

*

Friday:

Together with some of the members of our scientific advisory council we imagined: What issues could be interesting in future volumes of the book series Sound Studies?

We talked with Florian Dombois, Sabine Fabo, Peter Kiefer and Diedrich Diederichsen about a history of sonification, about a phenomenology of muzak and ambient and about a revision of noise and sound – 100 years after Luigi Russolo.

*

Saturday:

The second series of Hearings in our Aural City-project took place!

All the lectures will be online as audio podcasts, soon… ;)

Treiben mit der Spree

Jul 30, 2008 in Art, Aural Architecture, Personal

Beim Treiben im Netz, mit der Spree im Kopf, bin ich ein paar Mal um die Sea-Organ in Zadar herumgekreist. Angetrieben durch den entstehenden Luftdruck beim Pegelhub der Wellen, könnte man deren Prinzip als Sonifikation des Wellengangs bezeichnen.

Sollten die Ufer der Spree auch mal so zum Klingen gebracht werden, weiß ich nicht, wie ich das dann finden würde. Denn eigentlich klingen Ufer ja bereits, vielleicht subtiler und feiner, je nach Art des Uferrands auch mal  üppiger oder ärmlicher. Da fällt mir schwer vorzustellen, dass das andauernd tönende Hauchen mich nicht früh wieder vom Platze treibt. Denn anders als das Plätschern des Wassers, das unablässig variiert, ist den Orgelpfeifen eine immer gleiche Klanghüllkurve eingeprägt.

Gewissermaßen ließe sich dieses Prinzip der Ablösung eines natürlichen Klang durch einen geschaffenen Klang ebenso mit Schafers Begriff der Schizophonie bezeichnen - wenn auch in abgewandelter Form - , und ich stolpere mal wieder über die Frage, ob hier der Ort ist, an dem die Architektur aufhört, und die Klangkunst anfängt?

Finale

Jun 29, 2008 in Personal

Tschlahntverloren. Das Singen und Stöhnen der Fans, die Stille nach dem 0:1, wie klingt vibrierendes Aluminium in der Zeitlupe? Leere Straßen. Kommentierende Stimmen. Häufig einzeln aus einem Zimmer, dann beantwortet vom vielstimmigen Chor der gemeinsamen Schauer.  EM in Sound.

Eine Szene aus dem Empire anno 2002

Apr 30, 2008 in Anthropology of Sound, Literature, Personal, Sonic Fictions


Der Abend vor dem ersten Mai. Gegen vier Uhr nachmittags war ich nachhausegekommen. Überreizt und verspannt, müde, von einem langen Tag mit vielen Terminen, sogar das Quietschen der U-Bahnschienen hatte mich mitgenommen, setzte ich mich noch einmal an den Rechner. Ein paar Mails waren zu beantworten, eine Quelle im Netz zu suchen, dann aber konnte ich mich endlich ins Bett legen. Für den Abend war geplant zum Oranienplatz zu gehen, ein Open Air-Konzert, und später sich auf meinem Balkon zu versammeln, um die Konfrontationen auf dem Platz vor meinem Haus zu beobachten. Für den Oranienplatz hatte ich abgesagt, heute wollte ich nicht mehr raus, freute mich aber auf einen Besuch meiner Freunde. Sie werden anrufen. Ich schlafe. Gegen neun Uhr oder etwas später klingelt die erste Freundin. Sie besorgt sich noch etwas zu trinken und mir netterweise noch was zu essen. Geld ist knapp. In der Zwischenzeit ziehe ich mich an und zeige ihr dann als erstes meine Wohnung, sie war noch nie bei mir. Einige Zeit später, wir sitzen schon und reden, kommen die beiden anderen Freunde. Anfang Juni erscheint die Platte, die jetzt gerade läuft, einer der beiden Freunde hat mir das Rezensionsexemplar eines Kollegen kopiert. Und meint, als er sie beim Hereinkommen schon wieder bei mir hört: »Die gefällt Dir ja wirklich!«


Als wir zusammensitzen berichtet der andere Freund, er lebt als Journalist in London, über Restaurantbesuche und das Viertel, in dem er wohnt. Letzten Freitag ist unsere Freundin aus Tokyo zurückgekommen und erzählt deshalb Geschichten von Shopping, Schulmädchensex und Mobiltelefonen. Auf dem Platz noch alles ruhig. Keine Trommeln, keine Feuer, nur gelegentliche Mannschaftswagen der Polizei.


Noch vor Mitternacht muss die Freundin los, weiter in einen Club, in dem auch heute wieder Freunde von ihr auflegen. In der Tür verabreden wir uns noch lose für den nächsten Nachmittag, im Park, dem Café dort. Wir übrigen hören schließlich doch noch Lärm vom Platz. Auf dem Balkon stehend sehen wir einige kleinere Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Grelle Scheinwerfer zweier Fernsehteams leuchten das ganze ziemlich gut aus. Viel passieren wird hier aber nicht mehr. Ich möchte jetzt doch ganz gerne, ziemlich erschöpft von diesem langen, reichen Tag, wirklich ins Bett gehen. Die beiden Freunde machen sich auf den Heimweg.


Der Nicht-Londoner wird, wie er mir am nächsten Tag erzählt, bei seiner Straßenbahnfahrt zurück in sein Viertel noch aufgehalten, der Park in der Nähe ist Ort mittlerer Kampfhandlungen. Der Londoner dagegen wohnt bei mir hier um die Ecke, schon länger als ich, und meint noch, beim Treppenruntergehen: »Auf gute Nachbarschaft!«



(Aus: Szenen aus dem Empire, 2002)