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HAUSKLANG IM HAUS DER KULTUREN DER WELT 28.-30.8.2009

Aug 27, 2009 in Anthropology of Sound, Art, Aural Architecture, Event, Exhibition, Performance, Sound Art, Sound Studies, Symposion

Das Haus hat einen Klang. Dieser Klang ist nicht beliebig. Er ist spezifisch und gewachsen, geschichtlich und kulturell, physisch und architektonisch. Sie und ich, wir hören diesen Klang in unseren Körpern je anders. Das Haus klingt und widerhallt in unseren Körpern.

Das Haus der Kulturen der Welt bot seit dem Jahr 1989, seit seiner Wandlung von einer US-amerikanisch geprägten Kongresshalle aus 1957 zur seitherigen Bestimmung, vielen Klängen ein Haus. In den vergangenen zwanzig Jahren wurde der Bau – abseits humoristischer Verballhornung als schwangere Auster – zum Ort der Aufführung widerstrebender und charakteristischer Stilrichtungen dieser Jahre: ethnische Musiken, Klangkunst, experimentelle Performances, wie auch kurz- oder längerfristigere Moden und utopische Klangkonzepte – beispielhaft zwischen sogenannter Weltmusik und der westlichen Weltmusik des Techno und der Media Art. Die Architektur spielte immer mit.

Zum zwanzigsten Geburtstag des Hauses schlugen die Sound Studies der Universität der Künste Berlin vor, dieses Haus auf all diese auditiven Aspekte hin auszuhorchen und neu zu bespielen, zu besingen: das Haus zu spielen. Das Haus sollte zur Hörskulptur werden. Zwölf Künstlerinnen und Künstler des Masterstudienganges Sound Studies – Akustische Kommunikation entwickelten seit dem Frühjahr 2009 Arbeiten, die das Haus hörbar werden lassen:

Robert Schwarz und Emad Parandian untersuchten und ermöglichten somit etwa das Erleben von Echolokation; Anke Eckardt erkundete Potenziale vertikaler Klänge; Alexander Sieber und Julius Holtz verknüpften historische Dokumente mit dem Bau des Hauses – den Annie Goh wiederum in Sonic Fictions ausformulierte und Damian Rebgetz auf gesungenen Wegen durchquerte. Florian Goeschke ließ den Bau als Flughafen erkennbar werden, Jan Cziharz hüllte das Haus in Klänge von Zikaden und Grillen und Marco Montiel-Soto schließlich ermöglichte den Besucherinnen und Besuchern eine geradezu weltweite Verschnaufpause. Anna Bäumer schließlich produzierte Radiosendungen, die geschlechtliche Transkulturalitäten zum Thema haben.

Programm: HAUSKLANG. Sound Studies im Haus der Kulturen der Welt

Live-Interview mit Frauke Schmidt zum Sound Design der UdK Modenschau | RBB Kulturradio | 30. Juni – 9.10 Uhr

Jun 29, 2009 in Allgemein, Audio Branding, Event, Exhibition, Miscellaneous, Popular Culture, Sound & Vision, Sound Studies, Web

Live-Interview mit Frauke Schmidt zum Sound Design der UdK Modenschau | RBB Kulturradio | 30. Juni – 9.10 Uhr

Wie klingen Wolpertinger? Und wie vertont man eine Mode-Kollektion, die sich an diesem ein bayerisches Fabelwesen orientiert? Die Sound Designerin Frauke Schmidt und der Sound Studies-Studierenden Tamer Özgönenc gehören zum Team, dass für die UdK-Modenschau 2009 das Sound Design entwicklet hat.

Sie stehen im RBB Kulturradio am Dienstag, den 30. Juni um 9.10 Uhr Rede und Antwort – Klangbeispiele inklusive.

Zu sehen und zu hören gibt es die „schau 09“ auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin am 1. Juli 2009 ab 22:00 Uhr.

Zum Kulturradio-Livestream: http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

Audio Poverty

Feb 04, 2009 in Anthropology of Sound, Exhibition, Festival, Lecture, Link, Performance, Research, Sonic Fictions, Sound Art, Sound Studies, Symposion

Music is currently undergoing a loss of value not only in economic terms, but also in ways that have an impact on the social and aesthetic structure of musical life, affecting forms of publication, the culture of listening, musical discourse, and the music itself.


Audio Poverty explores the link between music and poverty, from impoverished musical material to the starving artist. Audio Poverty looks at music from the margins—the sounds of the viola da gamba and a chirping Barbie doll, between broken vinyl and Africa’s acoustic everyday life, between Philippine art music and Detroit trash. The concert hall and the club are given equal status in a musical discourse where poverty becomes musically concrete.